Samstagsarbeit in den bezirklichen Kundenzentren

Geschrieben von Helgard Kastner am in Infos des dbb hamburg

Verhandlungen mit den Spitzenorganisationen der Gewerkschaften gescheitert

dbb hh-info 09/ 2019        

Ein letztes Mal haben dbb und komba versucht, die Senatsvertreter von ihrem Vorhaben der Einführung von Samstagsarbeit im KuZ Caffamacherreihe abzubringen.

Am 11.04.2019 trafen sich die Spitzenorganisationen der Gewerkschaften mit dem Finanzsenator Dr. Andreas Dressel, mit Vertretern der Bezirke und Vertretern des Personalamtes zur quasi entscheidenden Verhandlungsrunde zum Abschluss einer Vereinbarung nach § 93 HmbPersVG.

Recht schnell wurde deutlich, dass die Standpunkte und Argumentationen derart weit auseinander lagen, dass eine mögliche Einigung in weite Ferne rückte. Unter Verweis auf die ohnehin schon hohe Belastung der Beschäftigten durch die Einführung der Schichtdienste und der damit verbundenen ebenfalls hohen personellen Fluktuation konnten dbb/ komba dem so genannten „Modellversuch“ der Samstagsarbeit im KuZ Caffamacherreihe -insbesondere zum Schutz der Beschäftigten- nicht zustimmen.

Das Projekt „KuZ 11“ war anscheinend nicht in der Lage im Vorwege in Erfahrung zu bringen, ob die vom Senat gewünschte Samstagsarbeit auf freiwilliger Basis erfolgen könnte. Zudem wird nach Auffassung von dbb/ komba die Samstagsöffnung zu weiteren personellen Engpässen in den Schichtdiensten der Kundenzentren führen. Schon jetzt verzeichnen die Kundenzentren erneut einen derart hohen Arbeits- und Termindruck, der eine mögliche zusätzliche Samstagsarbeit geradezu verbietet.

Aber auch aus grundsätzlichen gewerkschaftspolitischen Erwägungen ist eine Samstagsarbeit abzulehnen; zwar wurden senatsseitig einige finanzielle „Vorteile“ ins Feld geführt, die aber letztendlich ebenso wenig überzeugen konnten wie das starre Beharren auf den politischen Vorgaben.

Nun dürfte es zu einer wie auch immer gearteten einseitigen Senatsanordnung kommen, um die Samstagsarbeit im KuZ Caffamacherreihe einzuführen. Einführungszeitpunkt dürfte der 01.09.2019 sein.

Wir werden weiter berichten.

gez. Rudolf Klüver

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