2000 Warnstreikende auf der Straße!

Geschrieben von Michael Adomat am in Infos des dbb hamburg

 

 

Der erste flächendeckende Warnstreik des dbb beamtenbund und tarifunion und des dbb hamburg war ein voller Erfolg!

 

bild1_10_03_152000 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes versammelten sich zunächst auf dem Hachmannplatz am Hauptbahnhof. In seiner Begrüßungs- und Eröffnungsrede wies der Landestreikleiter des dbb hamburg Michael Adomat u.a. darauf hin, dass Bund, Länder und Gemeinden im Jahr 2014 einen Überschuss von
18 Mrd. € erzielt hätten; da könne es nicht sein, dass der öffentliche Dienst wieder leer ausgehen solle. Diese strikte Verweigerungshaltung der öffentlichen Arbeitgeber gelte es zu durchbrechen.

Mit dem lautstarken Protestzug durch die Mönkebergstraße wurde der Warnstreik fortgesetzt. Angekommen auf dem Rathausmarkt Hamburg bedankte sich der dbb Verhandlungsführer Willi Russ in seiner Grundsatzrede zunächst für die hervorragende Arbeit der Beschäftigten. Im Folgenden verlangte Willi Russ gutes Geld für gute Arbeit. Man werde sich gewiss nicht mit Almosen abspeisen lassen. Die gewerkschaftliche Forderung von 5,5 % bzw. 175,– € sei keineswegs realitätsfern, sondern eine gerechtfertigte Forderung. Schon jetzt habe der öffentliche Dienst ein Nachwuchsproblem, auch wegen der nicht ausreichenden Bezahlung im Vergleich zur freien Wirtschaft. Der Kampf um die besten Köpfe sei in vollem Gange.

dbb Landeschef Rudolf Klüver, der bereits auf dem Hachmannplatz von den Arbeitgebern mehr Wertschätzung auch in finanzieller Natur für die Beschäftigten forderte, legte auf dem Rathausmarkt nach. Er verlangte von den öffentlichen Arbeitgebern mehr Verlässlichkeit und Respekt gegenüber den Beschäftigten im öffentlichen Dienst. Man sei der Spielchen während der Tarifverhandlungen leid und warf den Arbeitgebern Arbeitsverweigerung vor. Wer über 2 Monate Zeit hat auf die gewerkschaftlichen Forderungen adäquat zu reagieren und selbst in der zweiten Verhandlungsrunde immer noch mauert, der
müsse sich nicht wundern, wenn die Beschäftigten die Arbeit niederlegen. Im Übrigen sei man für weitere Aktionen bereit.

(Fotos: Windmüller/Kastner- dbb)

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