3. Verhandlungsrunde ergebnislos vertagt

Geschrieben von Michael Adomat am in Infos des dbb hamburg

Arbeitsgeber untereinander nicht einigungsfähig und -willig Mit einem Eklat wurden die Tarifverhandlungen für die Landesbeschäftigten am gestrigen Abend unterbrochen.

dbb hh-info 08/2015

dbb_russ

Foto: Windmüller/dbb

Bis zum frühen Abend waren die Arbeitgeber überhaupt nicht in der Lage ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen. War man es sonst gewohnt, dass Tarifverhandlungen bis spät in die Nacht geführt wurden, verließen die Arbeitgeber den Verhandlungstisch nach einem normalen Arbeitstag von 8 Stunden.

Wie es den Anschein hat, erwarten die Arbeitgeber gewisse Vorleistungen der Gewerkschaften, um ihrerseits überhaupt verhandlungsfähig zu sein. Anders herum wird ein Schuh daraus. Wer es nicht schafft, sich überhaupt zu den anstehenden Problemen in der Tarifrunde zu äußern oder zumindest Lösungswege zu skizzieren, dem unterstellen die Gewerkschaften zu Recht nackte Verweigerungshaltung.

Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass der Verhandlungsführer der Arbeitgeberseite Finanzminister Bullerjahn (Sachsen-Anhalt) seinen „Laden“ nicht in den Griff bekommt. Außer Sondierungsgesprächen und erste Versuche eines Eingriffs in die Zusatzversorgung halten es die Arbeitgeber nicht für nötig, sich einem Verhandlungsergebnis anzunähern.

Die dritte Verhandlungsrunde wurde am frühen Abend des 17.03.15 unterbrochen, um die Verhandlungen am Wochenende 28./29.03.15 fortzusetzen.

Die dbb Landesbünde Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern planen, um den Druck zu erhöhen, einen gemeinsamen Warnstreik im Laufe der nächsten Woche. Vorzumerken wäre der 26.03.2015.

Nähere Informationen folgen zeitnah.

 

Rudolf Klüver
Landesbundvorsitzender
Hamburg, 18.03.2015

 

© 2014 dbb hamburg | Alle Rechte vorbehalten