Ärztemangel bei Hamburger Ämtern

Geschrieben von karina geideck am in Nicht auf Startseite, Pressespiegel

dbb aktuell vom 10.04.2014

In einer gemeinsamen Erklärung haben der dbb hamburg und der Landesverband der Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (LVÖGD) am 4. April 2014 davor gewarnt, dass durch den Ärztemangel die Infektionsabwehr gefährdet sei. In den sieben Hamburger Gesundheitsämtern seien derzeit neun Fach-arztstellen länger als sechs Monate unbesetzt; in den bundesweit rund 400 Gesundheitsämtern sogar mehr als 200 Facharztstellen. Hauptursache für den „dramatischen Ärztemangel“ sei die deutlich niedrigere Bezahlung von Ärzten im Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) gegenüber ihren Kolleginnen und Kollegen in den Krankenhäusern. Der Landesvorsit-zende des dbb hamburg Rudolf Klüver er-klärte, ohne den ÖGD geriete die medizinische Betreuung sozial benachteiligter, psychisch kranker und wohnungsloser Menschen ins Schleudern. „Die Wertschätzung für diese gesellschaftlich so bedeutsame Aufgabe muss sich endlich auch materiell in angemessenen Tarifen für die Ärztinnen und Ärzte im ÖGD niederschlagen.“

© 2014 dbb hamburg | Alle Rechte vorbehalten