Infos des dbb hamburg


HVV – Rot-Grün muss endlich liefern!

Geschrieben von Helgard Kastner am in Infos des dbb hamburg

dbb fordert Fahrkostenzuschuss!

Der dbb hamburg hatte in der Vergangenheit immer wieder Gespräche mit den politischen Entscheidungsträgern in Hamburg geführt und einen Arbeitgeber-Zuschuss für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst nach den Regularien des HVV gefordert. Demnach wäre für viele Beschäftigte ein Umstieg auf den öffentlichen Nahverkehr weitaus attraktiver, wenn z.B. der Arbeitgeber/ Dienstherr einen mtl. Fahrgeldzuschuss als steuerfreien Sachbezug in Höhe von 14,22 € leistet. Das muss für Hamburg möglich sein, denn einerseits wird Hamburg in Zeiten des Fachkräftemangels deutlich attraktiver und andererseits wird umweltpolitisch einiges mehr für die bessere Luft in Hamburg getan.

©pixabay
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Einige Bundesländer gewähren bereits einen vergleichbaren Zuschuss; einige Anstalten öffentlichen Rechts in Hamburg erhalten diesen ebenso; auch „Airbus“ gewährt Zuschüsse an seine Beschäftigten.

Durch die geplante Erhöhung der Fahrpreise zum Dezember 2019 ist der Senat nun doch endlich aufgewacht; Bürgermeister Tschentscher will die Fahrpreiserhöhung auf die Inflationsrate begrenzen.

Besoldungs- und Versorgungsanpassung wird auf den Weg gebracht!

Geschrieben von Helgard Kastner am in Infos des dbb hamburg

Einkommensrunde 2019/ 2020/ 2021

Übernahme des Tarifergebnisses sichergestellt!

dbb hh-info 12/ 2019

Gute Nachricht für die Beamtinnen und Beamten sowie für die Anwärter und Versorgungsempfänger! Das Tarifergebnis diesen Jahres und der beiden nächsten Jahre wird im Gesamtvolumen für die verbeamtete Kollegenschaft übernommen.

Die Gehälter und Versorgungsbezüge werden laut dem Entwurf einer Senatsdrucksache wie folgt angehoben:

  • Rückwirkend zum 01.01.2019      = 3,0 %
  • Ab dem 01.01.2020                        = 3,2 %
  • Ab dem 01.01.2021                        = 1,4 %
  • Anwärterinnen und Anwärter erhalten rückwirkend zum 01.01.2019 eine Erhöhung der Anwärterbezüge um einen Festbetrag in Höhe von 50,00 €;
  • ab dem 01.01.2020 eine weitere Erhöhung um einen Festbetrag in Höhe von ebenfalls 50,00 €.
  • Der Urlaubsanspruch wird für Anwärterinnen und Anwärter auf 30 Arbeitstage angehoben.

Nach Ansicht des Senates ist eine überproportionale Erhöhung der ersten Stufen aus dem Tarifabschluss sowie eine Erhöhung der Tabellenwerte um einen Mindesterhöhungsbetrag aus strukturellen und rechtlichen Gründen nicht vorgesehen.

„Problemabrechnungssystem KoPers“

Geschrieben von Helgard Kastner am in Infos des dbb hamburg

100 Mio. € Software funktioniert immer noch nicht einwandfrei

Der Frust unter den Beschäftigten der Hamburger Verwaltung ist groß!

Zum einen ist das IT-System KoPers anscheinend immer noch nicht in der Lage eine Vielzahl der so genannten „unsteten“ Bezüge (Zulagen wie z.B. Dienst zu ungünstigen Zeiten am Wochenende) richtig und rechtzeitig abzurechnen; zum anderen müssen sich die Beschäftigten in den Personalabteilungen der Behörden immer noch mit einer hohen Anzahl von Programm- und Systemausfällen rumärgern.

Die Freie und Hansestadt Hamburg als Dienstherr und Arbeitgeber kommt damit ihren vertraglich geschuldeten Leistungen nicht bzw. nur unregelmäßig nach. Die Unruhe in der Belegschaft ist mittlerweile so hoch, dass einige Kolleginnen und Kollegen nicht nur laut über Kündigungen sprechen, sondern ebenfalls über Arbeitsniederlegungen nachdenken, da ihr Vertragspartner die geschuldete Leistung der regelmäßigen, richtigen und verständlichen Lohn- und Gehaltsabrechnungen und Gehaltszahlungen nur unregelmäßig und fehlerbehaftet nachkommt.

Dienstfahrräder für Hamburgs Beamte?

Geschrieben von Helgard Kastner am in Infos des dbb hamburg

Zu kurz gesprungen!

Den Antrag der rot-grünen Regierungsfraktion zur Förderung des Radverkehrs in der Stadt hält der dbb hamburg für wenig erfolgreich.

Auch wenn vielleicht dieser Vorstoß gut gemeint ist und insbesondere den Beamten zugutekommen soll, entwickelt sich hier evtl. ein zu hohes bürokratisches Vorgehen. Wie sollen z.B. die Beamten diesen geldwerten Vorteil versteuern? Über den jährlichen Einkommenssteuerausgleich? Wer ist der Dienstleister, der diese Fahrräder anbietet? Wie kommen die Beamten im Winter zur Arbeit? Nur einige Fragestellungen…

Der dbb hamburg hatte in der Vergangenheit immer wieder Gespräche mit den politischen Entscheidungsträgern in Hamburg geführt und einen Arbeitgeber-Zuschuss nach den Regularien des HVV gefordert. Demnach wäre für viele Beschäftigte ein Umstieg auf den öffentlichen Nahverkehr weitaus attraktiver, wenn z.B. der Arbeitgeber/ Dienstherr einen mtl. Fahrgeldzuschuss als steuerfreien Sachbezug in Höhe von 14,22 € leistet. Das ist für Hamburg möglich, denn einerseits wird Hamburg in Zeiten des Fachkräftemangels deutlich attraktiver und andererseits wird umweltpolitisch einiges mehr für die bessere Luft in Hamburg getan.

Einige Bundesländer gewähren bereits einen vergleichbaren Zuschuss; einige Anstalten öffentlichen Rechts in Hamburg erhalten diesen ebenso; auch „Airbus“ gewährt Zuschüsse an seine Beschäftigten.

Nur die Stadt Hamburg als größter Arbeitgeber ziert sich und verweist auf die immensen Kosten und auf die plakativ zur Schau gestellte sparsame Haushaltsführung.

Wohl dem, der richtig rechnen kann…. Ein solcher Zuschuss würde die Stadt Hamburg rund 5-6 Mio. € jährlich zusätzlich kosten; selbst bei steigenden Nutzerzahlen. Die möglichen Strafzahlungen wegen Nichteinhaltung von Luftreinhalteplänen liegen sicherlich weit darüber.

„Zurzeit nutzen ca. 23.000 Bedienstete der Stadt den HVV. Durch den Neuzuschnitt der sogenannten Ringe sind die Kosten für Pendler von außerhalb um mtl. 5,– € gestiegen. Das ist wenig attraktiv. Wir gehen davon aus, dass durch die Gewährung des steuerfreien Sachbezuges von mtl. 14,22 € einige tausend Beschäftigte zusätzlich auf den öffentlichen Nahverkehr umsteigen; zu allen Jahreszeiten. Das wäre ein richtiges umweltpolitisches Zeichen. „Die Förderung des Radverkehrs ist gut, langt aber nicht aus, zudem müssen erstmal die entsprechenden Fahrradrouten fertiggestellt werden; und das kann noch dauern,“ führt dbb Landeschef Rudolf Klüver aus.

Hamburg, 09.05.2019

Umsetzung des Rechtsstaatpaktes in Hamburg Eingruppierung der Beschäftigten in den Geschäftsstellen der Gerichte

Geschrieben von Helgard Kastner am in Infos des dbb hamburg

Arbeitsgespräch mit Justizsenator Dr. Till Steffen

dbb hh-info 11/ 2019

Ende Januar 2019 haben die Regierungschefs der Länder mit der Bundeskanzlerin den so genannten „Pakt für den Rechtsstaat“ beschlossen.

Neben der Ankündigung für die Polizei insgesamt neue 15.000 Stellen schaffen zu wollen, sollen für den Bereich der Justiz insgesamt 2000 neue Stellen für Richterinnen und Richter sowie für Staatsanwältinnen und Staatsanwälte geschaffen werden.

Was dem dbb hamburg besonderes Kopfzerbrechen bereitet, ist die in diesem Pakt beschlossene Gesamtsumme von insgesamt 220 Mio. €, die in zwei Tranchen ausgezahlt werden soll; als postulierte „Einmalzahlung“. Wenn also Hamburg tatsächlich neue Stellen schafft, dann bleibt Hamburg auch auf den „Restkosten“ sitzen. Und nicht nur Hamburg, denn die zuerst gewaltig erscheinende Summe von 220 Mio. € wird nach dem „Königssteiner-Schlüssel“ verteilt. Dementsprechend bekäme Hamburg insgesamt einmalig 5,632 Mio. €……insgesamt….inklusive der Mittel für die Polizei.

Allein 2000 neue Stellen in der Justiz samt Intendanzbereich (mindestens nochmals 2000 Stellen) ergeben nach ersten Hochrechnungen ein langfristiges Finanzvolumen von rund 400 Mio. €.; dabei sind die Stellen für die Polizei noch nicht mit eingerechnet.

Grund genug also für den dbb hamburg bei Justizsenator Dr. Steffen nachzufragen, wie weit die Dinge für den Bereich der Justiz gediehen sind.

Kostendämpfungspauschale in der Beihilfe wird abgeschafft! aber………..

Geschrieben von Helgard Kastner am in Infos des dbb hamburg

dbb hh-info 10/ 2019        

Nachdem der ehemalige Chef der Senatskanzlei, Dr. Krupp, bereits im Sommer 2018 auf der Bundeshauptvorstandssitzung des dbb in Hamburg signalisierte, dass „über kurz oder lang“ die Kostendämpfungspauschale (KDP) in der Beihilfe in Hamburg abgeschafft werden würde, kommt nun Bewegung in die Angelegenheit.

Jedoch anders als angekündigt ist Hamburg anscheinend nicht bereit, die KDP ersatzlos zu streichen, sondern will die dann wegfallenden Einnahmen der Stadt (ca. 5 Mio. €) auf andere Weise zumindest teilweise kompensieren.

So soll im gleichen Atemzug mit der Streichung der KDP im Hamburgischen Beamtengesetz (siehe dort § 80 Abs. 10) die Hamburgische Beihilfeverordnung (HmbBeihVO) geändert werden. Zukünftig sollen z.B. die Heilpraktikerleistungen nicht mehr als beihilfefähig anerkannt werden und der Zuschuss zu den „Sehhilfen“ (Brillen….) soll auf das Niveau der gesetzlichen Krankenkassen abgesenkt werden.

Demgegenüber sollen die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen zukünftig beihilfefähig werden, bei der Fahrkostenerstattung wird die Kilometerbegrenzung entfallen, dafür aber nur noch 20 Cent pro Kilometer erstattet werden, die Aufwendungen für Kommunikationshilfen sollen angehoben werden und neu als beihilfefähig anerkannt sollen die vollstationäre Kurzzeitpflege sowie die Familien- und Haushaltshilfen werden.

Nun ist es fast müßig über das ganze Vorhaben in Zahlen nachzudenken, denn es liegen kaum Erfahrungswerte vor; insbesondere bei den neuen Beihilfeleistungen.

Festzustellen bleibt allerdings, dass das „bitterarme“ Berlin und unser Nachbarland Schleswig-Holstein durchaus in der „finanziellen“ Lage sind, die dortige KDP ersatzlos zu streichen, der wirtschaftlich boomende Stadtstaat Hamburg aber einen horrenden Verwaltungsaufwand betreibt, um die eine oder andere Million doch noch zu erwirtschaften; dies bei Gesamthaushaltsausgaben in 2019 von über 15 Mrd. €.

Die ersatzlose Streichung der KDP in Höhe von ca. 5 Mio. € würde den Gesamthaushalt der Stadt um sage und schreibe 0,03 % zusätzlich belasten.

Da die entsprechenden Änderungen im HmbBG und in der HmbBeihVO zum 01.01.2020 in Kraft treten sollen, bleibt das entsprechende Gesetzgebungsverfahren noch abzuwarten.

Wir werden weiter berichten.

gez. Rudolf Klüver

Samstagsarbeit in den bezirklichen Kundenzentren

Geschrieben von Helgard Kastner am in Infos des dbb hamburg

Verhandlungen mit den Spitzenorganisationen der Gewerkschaften gescheitert

dbb hh-info 09/ 2019        

Ein letztes Mal haben dbb und komba versucht, die Senatsvertreter von ihrem Vorhaben der Einführung von Samstagsarbeit im KuZ Caffamacherreihe abzubringen.

Am 11.04.2019 trafen sich die Spitzenorganisationen der Gewerkschaften mit dem Finanzsenator Dr. Andreas Dressel, mit Vertretern der Bezirke und Vertretern des Personalamtes zur quasi entscheidenden Verhandlungsrunde zum Abschluss einer Vereinbarung nach § 93 HmbPersVG.

Recht schnell wurde deutlich, dass die Standpunkte und Argumentationen derart weit auseinander lagen, dass eine mögliche Einigung in weite Ferne rückte. Unter Verweis auf die ohnehin schon hohe Belastung der Beschäftigten durch die Einführung der Schichtdienste und der damit verbundenen ebenfalls hohen personellen Fluktuation konnten dbb/ komba dem so genannten „Modellversuch“ der Samstagsarbeit im KuZ Caffamacherreihe -insbesondere zum Schutz der Beschäftigten- nicht zustimmen.

Das Projekt „KuZ 11“ war anscheinend nicht in der Lage im Vorwege in Erfahrung zu bringen, ob die vom Senat gewünschte Samstagsarbeit auf freiwilliger Basis erfolgen könnte. Zudem wird nach Auffassung von dbb/ komba die Samstagsöffnung zu weiteren personellen Engpässen in den Schichtdiensten der Kundenzentren führen. Schon jetzt verzeichnen die Kundenzentren erneut einen derart hohen Arbeits- und Termindruck, der eine mögliche zusätzliche Samstagsarbeit geradezu verbietet.

Aber auch aus grundsätzlichen gewerkschaftspolitischen Erwägungen ist eine Samstagsarbeit abzulehnen; zwar wurden senatsseitig einige finanzielle „Vorteile“ ins Feld geführt, die aber letztendlich ebenso wenig überzeugen konnten wie das starre Beharren auf den politischen Vorgaben.

Nun dürfte es zu einer wie auch immer gearteten einseitigen Senatsanordnung kommen, um die Samstagsarbeit im KuZ Caffamacherreihe einzuführen. Einführungszeitpunkt dürfte der 01.09.2019 sein.

Wir werden weiter berichten.

gez. Rudolf Klüver

Flughafen Hamburg BVD dbb-Kommission erklärt Zustimmung zum Tarifergebnis!

Geschrieben von Helgard Kastner am in Infos des dbb hamburg

Die Gremien des dbb und seiner Fachgewerkschaft komba haben dem Ver­handlungsergebnis für die BVD-Beschäftigten am Flughafen Hamburg zu­gestimmt. Bei einem finalen Gesprächstermin am 4. April 2019 hatten sich die Tarifparteien noch auf letzte Punkte geeinigt. dbb Verhandlungsführer Michael Adomat erklärte: „Die Entgelte werden für alle BVD-Mitarbeiter in einem kurzen Zeitraum deutlich ansteigen. Der erste Erhöhungsschritt er­folgt rückwirkend zum Jahresanfang und der zweite Schritt bereits in weni­ger als zwölf Monaten, der dritte Erhöhungsschritt für VG 3 und 4 dann schon in rund 15 Monaten. Das ist ein Erfolg, der sich sehen lassen kann.“

(c)Pixabay

Entgelterhöhungen

Die Entgelte werden bei einer Laufzeit von 20 Monaten bis zum 31. August 2020 wie folgt erhöht:

  • plus 3,2 % für alle Vergütungsgruppen rückwirkend zum 1. Januar 2019
  • 12 Euro Stundenlohn in VG 1, VG 2 und VGA 1 ab 1. April 2020
  • plus 2,4 % für alle anderen Vergütungsgruppen ab 1. April 2020
  • plus 1,4 % in VG 3 und VG 4 ab 1. August 2020

Weitere Ergebnisse

Darüber hinaus wurden weitere Neuregelungen für die Beschäftigten vereinbart:

  • Keine Anrechnung der Erhöhungen auf die Besitzstände
  • Erhöhung des Nachtarbeitszuschlags auf 25 % ab dem 1. Juli 2019
  • Einführung eines ereignisbezogenen Zuschlags LFZ Außenreinigung von 20 Euro je Vorgang
  • Einführung eines tätigkeitsbezogenen Zuschlags (TBZ) von 1 Euro für Li­niendienste außerhalb des Sicherheitsbereichs in VG 3 ab 1. April 2020
  • Neuordnung der TBZ: in VG 1 Integration der TBZ in das Stundenentgelt (außer TBZ GFA von 0,87 Euro) ab 1. April 2020; in VG 2 werden ab 1. April 2020 folgende TBZ gezahlt: TBZ Multifunktional von 0,60 Euro, TBZ GA von 0,40 Euro, TBZ FA/RA von 0,90 Euro, TBZ GFA GA und FA, OPS innen, OJT von 1,50 Euro (ab 36 Monate Betriebszugehörigkeit und abge­schlossener Ausbildung oder ab 48 Monaten Betriebszugehörigkeit ohne abgeschlossene Ausbildung, wenn Mindesttätigkeiten, Unterweisungen und Abnahmen in den verschiedenen Bereichen nachgewiesen werden), TBZ Vorarbeiter von 0,35 Euro und TBZ Busfahrer von 1,60 Euro; in VG 3 und VG 4 bleiben die TBZ unverändert.

Der dbb hat außerdem die Zusage der Arbeitgeberseite erhalten, dass die vorge­schriebenen Fortbildungsmodule für Kraftfahrer wieder vom Arbeitgeber organisiert und finanziert werden. Im Gegenzug sollen die Betroffenen dann allerdings auch die Bereitschaft bekunden, entsprechend eingesetzt zu werden.

Hintergrund

Die Flughafen Hamburg GmbH lässt Bodenverkehrsdienste am Flughafen Hamburg durch verschiedene Tochtergesellschaften ausführen, für deren Beschäftigte ein gemeinsamer Tarifvertrag (TV BVD) gilt. Zuletzt waren, neben weiteren Verbesserungen, die Grundvergütungen um 100 Euro zum 1. Januar 2017, weitere 50 Euro zum 1. Oktober 2017 und weitere 2,5 Prozent zum 1. Januar 2018 erhöht worden. Für die Vergütungsgruppe 1 waren neue pauschale Grundvergütungen eingeführt worden. Die Entgeltregelungen wurden vom dbb zum 31. Dezember 2018 gekündigt. Die übrigen Regelungen zum TV BVD sind zum 31. Dezember 2020 kündbar.

Einkommensrunde 2019 dataport

Geschrieben von Helgard Kastner am in Infos des dbb hamburg

Meilenstein im Haustarif gesetzt

in der 2. Verhandlungsrunde am 1. April 2019 mit dataport AöR haben der dbb und seine Fachgewerkschaft komba deutliche Einkommensverbesserungen für die rund 3.200 Beschäftigten und die Nachwuchskräfte durchgesetzt. Volker Geyer, dbb Fachvorstand Tarifpolitik und Verhandlungsführer bei dataport, bewertete die Tarifeinigung als Meilenstein für den Haustarif. „Uns ist ein herausragender Tarifabschluss gelungen. Damit bleibt dataport insgesamt gut aufgestellt, wettbewerbsfähig und leistungsfähig“, stellte Volker Geyer bei der Paraphierung der Tarifeinigung in Hamburg fest.

Volker Geyer, dbb und Dr Bizer, dataport
Foto: Wiebke Otto – dataport

Entgeltregelungen und Entgelttabelle zum Haustarif

Die bisherige leistungsorientierte Bezahlung (LOB) in Höhe von 1,5 Prozent wird in die Entgelttabelle eingepflegt und ist somit langfristig im Haustarif gesichert. Die somit durch den bisherigen LOB-Bestandteil erhöhte Tabelle wird angehoben

  • zum 1. Januar 2019 um 3,2 Prozent, mindestens aber um 100 Euro
    • zum 1. Januar 2020 um weitere 3,2 Prozent, mindestens aber 90 Euro
    • zum 1. Januar 2021 um weitere 1,4 Prozent und mindestens 50 Euro.

Für die Nachwuchskräfte als Auszubildende und Dualstudierende im Geltungsbereich des TVA dataport steigen die Entgelte in der Laufzeit der Tarifeinigung um insgesamt 140 Euro:

  • zum 1. Januar 2019 um einen Festbetrag von 70 Euro und
  • zum 1. Januar 2020 um einen weiteren Festbetrag von 70 Euro.

Darüber hinaus haben wir erreicht:

Die Regelungen bei Höhergruppierungen werden wie folgt verbessert: In den Entgeltgruppen bis EG 8 steigt der Garantiebetrag von bisher knapp 60 auf nunmehr 100 Euro und ab EG 9 von bisher knapp 120 auf 180 Euro. Die Schichtzulage wird um 100 Euro auf monatlich 200 Euro verdoppelt.

Mit der Abrechnung für Mai 2019 soll das rückwirkend zum Januar 2019 erhöhte Entgelt erstmals auf das Gehaltskonto ausgezahlt werden. Die vorläufigen Entgelttabellen können im Internet abgerufen werden unter www.dbb.de/einkommensrunde2019.

Weitere Verhandlungsergebnisse

Bei dataport können ab dem Jahr 2020 Erfolgsprämien ausgezahlt werden. Die Umsetzung erfolgt durch eine einvernehmliche Dienstvereinbarung mit dem Personalrat. Eine Klarstellung haben die Tarifvertragsparteien außerdem für den vertraglichen Arbeitsort geschaffen. Der Tarifabschluss hat eine Erklärungsfrist bis 7. Mai 2019. Die Tarifeinigung gilt mindestens bis zum 30. September 2021.

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