dbb Gewerkschaften im Warnstreik

Geschrieben von Michael Adomat am in Infos des dbb hamburg

1200 Beschäftigte in Kiel auf der Straße!

dbb hh-info 08/ 2016

Trotz widrigster Witterungsbedingungen gingen heute in Kiel gut 1200 Beschäftigte aus den dbb-Gewerkschaften auf die Straße. Nach einem gemeinsamen Streikfrühstück bewegte sich ein Demo-Zug bei Eisregen und Schneegestöber quer durch die Innenstadt bis zum Kieler Hauptbahnhof.

Anke Schwitzer, Landesvorsitzende des dbb Schleswig-Holstein, Dietmar Knecht, Landesvorsitzender des dbb Mecklenburg-Vorpommern sowie Michael Adomat, stv. Landesvorsitzender des dbb hamburg wiesen unisono das nur als Witz zu bezeichnende Angebot der Arbeitgeber von 3%, gestreckt auf zwei Jahre, zurück.

 

Andreas Hemsing als stellvertretender Vorsitzender der dbb-Bundestarifkommission kritisierte die Arbeitgeber für ihre Hinhaltetaktik. Ebenso müsse die Diskussion um die Zusatzversorgung beendet werden. Sachgrundlose Befristungen gehörten der Vergangenheit an.

Die Redner machten deutlich, dass man von den Arbeitgebern deutlich mehr erwarte als das, was angeboten werde; es könne nicht sein, dass die Beschäftigten quasi noch Geld mitbringen müssten, damit die Arbeitgeber über die Runden kommen. In Zeiten von Hochkonjunktur und sprudelnden Steuereinnahmen in nie gekannter Größenordnung könne man überhaupt kein Verständnis für die Haltung der Arbeitgeber aufbringen.

Die dritte und voraussichtlich entscheidende Verhandlungsrunde für die Beschäftigten in Bund und Kommunen beginnt am 28.04.2016 in Potsdam.

Wir werden weiter berichten.

 

Rudolf Klüver


Fotos: dbb hamburg/Helgard Kastner

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