dbb-Landesfrauenkongress 2016

Geschrieben von Helgard Kastner am in Infos des dbb hamburg, Pressemitteilungen des dbb hamburg

dbb hh-info 15/ 2016                                             20.10.2016

– Frauen unverzichtbar, gesund und motiviert –

Knapp 100 Frauendelegierte nahmen an dem turnusgemäßen dbb-Landesfrauenkongress im Bürgerhaus Barmbek am 11.10.2016 teil.

Im Rahmen der öffentlichen Veranstaltung begrüßte die kommissarische Vorsitzende Bärbel Graber (DSTG) die zahlreich erschienenen Delegierten und Gäste und verwies in ihrer Eröffnungsrede darauf, dass der stetige technische Fortschritt Gefahren birgt, die nicht zu unterschätzen seien. Überforderungen müssten durch Vorbeugung und Anwendung mit Augenmaß im Hinblick auf neue IT-Verfahren vermieden werden.

Milanie Hengst von der dbb Bundesfrauenvertretung betonte in ihrem Vortrag, dass ältere weibliche Beschäftigte von der digitalen Entwicklung profitieren müssten. Angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels in der kommunalen Verwaltung wäre es fatal, gerade die erfahrenen weiblichen Beschäftigten und deren Wissen durch den digitalen Wandel zu früh zu verlieren. Deswegen würden dringend altersgerechte Fortbildungsmaßnahmen und ein umfassendes Gender- und generationensensibles Gesundheitsschutzkonzept gebraucht.

Die Gäste aus den verschiedenen Bürgerschaftsfraktionen (Gabriele Dobusch, SPD; Mareike Engels, Bündnis 90/ Grüne sowie Cansu Özdemir, Linke) referierten in ihren Grußworten zur Stellung der Frau im aktiven Berufsleben mit den künftigen Aussichten im Kontext des aktuellen Gleichstellungsgesetzes in Hamburg. Weiteres Thema war auch die großen sozialen Unterschiede in den Hamburger Stadtteilen. So müsse die Politik alles dafür tun, dass gerade in den „Problem-Gebieten“ niemand auf der Strecke bleiben dürfe.

Wermutstropfen am Rande: Sowohl CDU als auch FDP  glänzten trotz frühzeitiger Einladung durch Abwesenheit.

In seinem Grußwort hob der dbb-Landesvorsitzende Rudolf Klüver hervor, dass die Gleichstellung von Frauen und Männern ein Gewinn für alle sei. Sie gehöre zu jeder modernen Gesellschaft. Flexible Arbeitszeitregelungen seien der Schlüssel für die Zukunft.

In ihrem Gastvortrag verwies die Leiterin des Personalamtes Bettina Lenz auf die politische Zielsetzung einer annähernd erreichten Frauenquote in den Führungspositionen der FHH und der sich abzeichnenden Schwierigkeit gut ausgebildete und motivierte junge Frauen für den öffentlichen Dienst zu finden. Im Übrigen sei man aber auf einem guten Weg der tatsächlichen Gleichstellung von Mann und Frau.

In der sich anschließenden Arbeitstagung übernahmen Christine Lunau (BDZ) und Rita Kahl (komba) die Versammlungsleitung. Neben der Abarbeitung der zahlreichen Anträge standen natürlich die Neuwahlen der dbb-Landesfrauenleitung im Vordergrund. Zur Vorsitzenden der dbb-Landesfrauenvertretung wurde einstimmig die bisherige kommissarische Vorsitzende Bärbel Graber (DSTG) gewählt. Ebenso einstimmig wurde ihre Vertreterin Silja Heide (DBSH) und die Schriftführerin Gundula Möller (komba) gewählt.

Einen ganz herzlichen Glückwunsch zur Wahl und viel Erfolg für die Frauenarbeit!!!

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