Einkommensrunde 2016 für Bund und Kommunen

Geschrieben von Michael Adomat am in Infos des dbb hamburg

Jährlich grüßt das Murmeltier…
Arbeitgeber mit bekannter „Mauertaktik“

EKR2016_LogoAtmosphärisch gut, inhaltlich kontrovers: So bezeichnet der dbb die gestrige erste Verhandlungsrunde in Potsdam. Dem Grunde nach hätte man erwarten können, dass die Arbeitgeber ein erstes Angebot vorlegen, um die Verhandlungen nicht wieder endlos in die Länge zu ziehen. Doch weit gefehlt. Die Arbeitgeber beließen es dabei, die gewerkschaftliche Hauptforderung nach 6 % mehr Gehalt als utopisch zurückzuweisen; Höhepunkt der arbeitgeberseitigen Ausführungen am Verhandlungstisch war dann der angeblich drohende Staatsbankrott in Bezug auf die o.g. gewerkschaftliche Hauptforderung…
Gleichzeitig wollen die Arbeitgeber die gleichen Tatbestände der VBLEigenbeteiligung aus der TdL-Länderrunde 2015 auch in dieser Einkommensrunde auf die kommunalen Zusatzversorgungssysteme übertragen wissen.

Die 1 : 1 Übertragung auf die Bundesbeamten hängt laut dem Verhandlungsführer der Arbeitgeber, Bundesinnenminister de Maizière, vom zu erzielenden Gesamtpaket ab.

Mit keinem Wort wurde die Leistung der öffentlich Bediensteten auf Grund der Flüchtlingsthematik erwähnt. Im Gegenteil: Hinsichtlich der gewerkschaftlichen Forderung zur unbefristeten Übernahme der Auszubildenden fiel den Arbeitgebern nichts Besseres ein, als auf die zurückgehenden Flüchtlingszahlen zu verweisen!

Zielführend sind diese kaum nachzuvollziehenden Argumente der Arbeitgeber sicherlich nicht. So ist es auch nicht verwunderlich, dass der dbb für die 14. KW bereits eine Warnstreikfreigabe erteilt hat.

Die nächste Verhandlungsrunde findet am 11./12.04.2016 in Potsdam statt.

Ob es auch in Hamburg zu Warnstreikaktionen kommen wird, steht derzeit noch nicht fest. Weitere Informationen zur Einkommensrunde 2016 erhalten Sie auf der dbb-Internetseite www.dbb.de

Wir werden zeitnah weiter berichten.


gez. Rudolf Klüver

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