Einkommensrunde 2017 der Länder

Geschrieben von Michael Adomat am in Infos des dbb hamburg

3000 Warnstreikende auf der Straße

dbb hh-info 05/2017

Rund 3000 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes gingen am 09.02.2017 auf die Straße. Bei Temperaturen von minus 4 Grad machten sich die Gewerkschaften des dbb hamburg gehörig Luft über die Verweigerungshaltung der Arbeitgeber.


Nach der Auftaktkundgebung auf dem Domplatz zogen die Streikenden Richtung Hauptbahnhof. Während die DGB-Gewerkschaften weiter in Richtung Besenbinderhof zogen, ließen es sich die dbb-Gewerkschaften nicht nehmen auf dem Ring 1 einen Protestzug zu organisieren, der den Autoverkehr in der Innenstadt zeitweilig lahmlegte.

Über den Glockengießerwall, Ballindamm, Jungfernstieg, Neuer Wall, Stadthausbrücke bis hin zur dbb Geschäftsstelle im Mönkedamm marschierten die dbb-Gewerkschaften bei empfindlichen Minustemperaturen.

Bei seiner Rede während der Auftaktkundgebung warnte der dbb-Landesvorsitzende Rudolf Klüver die Arbeitgeber vor weiterer Hinhaltetaktik. Man sei nicht länger bereit lediglich warme Worte in Empfang zu nehmen; jetzt erwarte man ein verhandlungsfähiges Angebot. Gerade in Hamburg würde senatsseitig propagiert werden, dass man überhaupt keine Probleme mit dem Erreichen der Schuldenbremse. Die vom Senat immer wieder geforderte Vorbildfunktion des öffentlichen Dienstes würde es nicht umsonst geben können.

Auf der Abschlusskundgebung forderte der dbb-Landesstreikleiter Michael Adomat vom Senat eine andere Politik als „Geiz ist geil“, auf Kosten der Gesundheit ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Eine wachsende Stadt bräuche gut ausgebildetes und gut bezahltes Personal.

Die Landesvorsitzende der komba Gewerkschaft Hamburg Ines Kirchhoff betonte in ihrer Rede, man erwarte, dass der öffentliche Dienst nicht länger immer nur als Kostenfaktor und als Negativseite in der Bilanz dargestellt wird; so hätte man es ebenso satt bei steigenden Steuer-Einnahmen immer wieder zu hören, dass die gewerkschaftlichen Forderungen zu hoch seien.

Rudol Klüver
09.02.2017

 

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