Fachtagung Schwerbehindertenvertretungen

Geschrieben von karina geideck am in Infos des dbb hamburg

Fachtagung des dbb hamburg zur Wahl der Schwerbehindertenvertretungen 2014 in Hamburg.
Am 28.08.2014 fand eine Fachtagung in Vorbereitung der ab Oktober 2014 beginnenden Wahlen zur Schwerbehindertenvertretung (SBV) in den Räumlichkeiten des Berufsförderungswerkes statt. Die geladenen Gäste erlebten einen ausgewogenen Austausch der bisher veröffentlichten SBV-Argumente.
Senator Detlef Scheele hob in seinem Grußwort die Bedeutung der Hamburger Erfolge bei der Übernahme zahlreicher Behinderter aus Werkstätten in die Betriebe und die dabei positive und konstruktive Erfahrung mit den unterstützenden Schwerbehindertenvertretungen hervor. Zahlreiche Projekte seien dann auch beispielsweise mit dem Integrationspreis ausgezeichnet worden. Die Notwendigkeit rechtlicher Veränderungen sah der Senator nicht, hier sei eine noch bessere Zusammenarbeit zwischen Dienststelle, den Personalräten und der SBV gefordert. Senator Scheele war sich sicher, dass die bevorstehenden SBV-Wahlen die vor Ort geleistete Arbeit anerkennen würden.

Der Landesvorsitzende des dbb hamburg Rudi Klüver legte den Finger in die eben entstandene Wunde und forderte vor dem Hintergrund der Inhalte des Koalitionspapiers und der „Kölner Erklärung“ den Senator auf, sich sehr wohl für eine Gesetzesinitiative Hamburgs vor dem Bundesrat zur Stärkung der Beteiligungsrechte der Vertrauenspersonen einzusetzen. Gerade in Hamburg wäre durch die Einführung eines allumfassenden Mitbestimmungsrechtes im neuen Personalvertretungsrecht politischer Rückhalt für die Personalräte signalisiert worden; analoge Beteiligungsrechte der SBV seien aber noch in weiter Zukunft.

Für das Personalamt trug Andre Kuhring zahlreiche Beispiele guter Zusammenarbeit mit den Schwerbehindertenvertretungen aus dem Personalbericht der FHH vor. Sicherlich wären neben den Zahlen auch die Notwendigkeiten der Vermittlung zwischen der obersten Dienstbehörde und den hadernden Dienststellen/SBV besser ausgefallen, wenn die Kenntnisse über die Inhalte gerade auch des Teilhabeerlasses von den Verantwortlichen intensiver gelebt bzw. beachtet werden würden.

Am Nachmittag folgten ausführliche Informationen über das förmliche und vereinfachte Wahlverfahren zur SBV durch Herrn Karl-Heinz Rix vom Integrationsamt und durch die Gesamtvertrauensperson der SBV in Hamburg Dietrich Magunia. Letztgenannter war ebenso verantwortlich für die Moderation der gesamten Veranstaltung. Nach einer angeregten Diskussion mit vielen neugierigen bzw. wissbegierigen Teilnehmerinnen und Teilnehmern kann der dbb hamburg mit Fug und Recht von einer gelungenen Veranstaltung sprechen.

Der dbb hamburg wünscht allen Kandidatinnen und Kandidaten seiner Fachgewerkschaften, die sich der Wahl der SBV zur Verfügung stellen, einen größtmöglichen Erfolg!

dbb hh-info 13/2014, gez. Rudolf Klüver

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