Kampfmittelräumdienst Auftaktverhandlung gestartet Forderungen vorgestellt!

Geschrieben von Helgard Kastner am in Infos des dbb hamburg

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im heutigen Auftakttermin zur Verhandlung eines bundesweit einheitlichen Flä­chentarifvertrags für die Beschäftigten im Kampfmittelräumdienst haben wir un­sere Forderungen den Vertretern der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) präsentiert.

Die Vertreter der Arbeitgeberseite zeigten sich für unsere grundsätzliche Forderung nach einem Flächentarifvertrag offen. Wir wollen erreichen, dass ein bundesweit einheitliches Tarifniveau für alle Beschäftigten im Kampfmittelräumdienst gilt. Weiterhin sehen wir Handlungsbedarf bei der Eingruppierung nach Tätigkeitsmerkmalen. Um das spezielle Berufsbild des Kampfmittelräumdienstes auch im Entgelt widerzuspiegeln, ist es unbedingt erforderlich, eine Durchlässigkeit der Entgeltgruppen zu ermöglichen. Mit steigender Verantwortung muss auch die Entgeltgruppe steigen! Unsere wichtigsten Forderungen lauten:

  • ein überarbeitetes Eingruppierungsschema für alle Beschäftigten, beginnend bei der EG 5 bis zur EG 13
  • eine Anpassung der Gefahrenzulage in Höhe von 1250,00 EUR
  • die Abkopplung der momentan praktizierten Abstufung der Gefahrenzulage nach Arbeitsstunden im unmittelbaren Gefahrengebiet
  • eine Sonderprämie für außergewöhnliche Gefahrenmomente in Höhe von 800,00 EUR je Ereignis
  • die Dynamisierung sämtlicher Zulagen.

Bis zu unserem nächsten Verhandlungstermin am 24. Oktober werden wir mit Mitglie­dern unserer Verhandlungskommission ein aus unserer Sicht fachgemäßes Eingruppierungsschema mit den jeweiligen Tätigkeitsmerkmalen entwerfen. Für uns ist entschei­dend, dass die Tätigkeit jedes Beschäftigten richtig erfasst und richtig entlohnt wird.

Der Bereich der Kampfmittelbeseitigung ist in den verschiedenen Bundesländern jeweils unterschiedlich organisiert. Neben Kollegen im Beamtenverhältnis gibt es auch zahlreiche Tarifbeschäftigte unterschiedlicher Berufsgruppen, die in diesem Bereich eingesetzt werden. Für diese gelten – je nach Bundesland – unterschiedliche Tarifverträge. Die darin enthaltenen Zulagen für besondere Gefahren sind teilweise über 20 Jahre nicht erhöht worden. Dies wird der hohen psychischen Belastung der Beschäftigten, die unter dem täglichen Einsatz Ihres Lebens im Dienste der Allgemeinheit ihre Arbeit verrichten, schon lange nicht mehr gerecht.

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