Neue Verwaltungsschülerinnen und –schüler werden in Zukunft mit Laptops arbeiten!

Geschrieben von Michael Adomat am in Infos des dbb hamburg

Was lange währt, wird endlich gut…
Auf Initiative des dbb hamburg und der dbb jugend Hamburg:
Neue Verwaltungsschülerinnen und –schüler werden in Zukunft mit Laptops arbeiten!

dbb hh-info 07/ 2018

Bereits Anfang 2016 hat die dbb jugend Hamburg auf die bestehende „Papier-Misere“ hingewiesen und den Senat aufgefordert die Ausbildung des Behördennachwuchses dringend zu reformieren. Seit mehr als 10 Jahren macht es die Zollverwaltung vor. Alle Auszubildenden wurden dort mit einem Laptop ausgestattet, um die unsinnige Papierflut zu stoppen.

Im Verwaltungsalltag der hamburgischen Behörden wird schon lange mit PC und Laptop gearbeitet; nur die Ausbildung hinkte hinterher. Bislang unterrichtete das Zentrum für Aus- und Fortbildung (ZAF) mit Hilfe von Druckvorlagen und einer immensen Anzahl von „Papier-Vorschriften“. Die dbb jugend Hamburg nannte dies Anfang 2016 ein Verharren in der Steinzeit.

Der Geschäftsführende Vorstand des dbb hamburg hatte dieses Thema immer und immer wieder beim zuständigen Personalamt angesprochen bzw. angemahnt. Jetzt ist dem dbb hamburg anscheinend der Durchbruch gelungen.

Bereits zum Herbst 2018 sollen alle neuen Verwaltungsschülerinnen und –schüler einen großzügigen Zuschuss zur Anschaffung eines eigenen Laptops erhalten; dieser soll sich auf rund 300,– € belaufen. Der Laptop verbleibt auch nach der Ausbildung im Eigentum des Verwaltungsnachwuchses. Elektronisch wird sichergestellt, dass alle notwendigen Ausbildungsunterlagen zur Verfügung stehen und nur den tatsächlich Berechtigten der Zugang ermöglicht wird. Der so genannte „Papierweg“ soll noch für Nachzügler erhalten bleiben. Das kann aber nur vorübergehend eine Lösung sein.

Der dbb hamburg begrüßt diesen auf seine Initiative hin längst überfälligen Schritt und weist darauf hin, dass auch die Nachwuchs-Ausbildung für den ehemaligen gehobenen Dienst an der Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW) dringend einer solchen Reformierung bedarf. Hier wird der dbb hamburg ständig nachhaken, bis man auch hier zu einer vernünftigen Lösung kommt. Auch die Ausbildung des anderen Hamburger Nachwuchses des öffentlichen Dienstes in der Steuerverwaltung, bei der Polizei und in der Justiz sollte schnellstmöglich „umgestellt“ werden.

Nur so wird das senatsseitige Motto „Digital first“ mit Leben gefüllt! Zwar habe es alles unendlich lange gedauert, aber es zeige sich, dass man ständig am Ball bleiben müsse, um letztendlich erfolgreich zu sein, so die dbb jugend Hamburg und der Landesvorsitzende des dbb hamburg Rudolf Klüver.

Hamburg, 14.05.2018

gez. Rudolf Klüver

 

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