Tarifverhandlungen Kampfmittelräumdienst

Geschrieben von Michael Adomat am in Infos des dbb hamburg

Einigung erzielt – Flächentarifvertrag ab 1. Januar 2018!

dbb hh-info 19/2017

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In der dritten und letzten Verhandlungsrunde am 7. November 2017 in Berlin konnten sich die Vertreter der Gewerkschaften (dbb und ver.di) in einer gemeinsamen Verhandlungsgruppe mit den Arbeitgebern der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) grundsätzlich zu einem Flächentarifvertrag des Kampfmittelräumdienstes einigen.

 


Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:

  • Inkrafttreten der Neuregelungen ab 1. Januar 2018
  • Integration der Beschäftigten des Kampfmittelbeseitigungsdiensts in den TV-L
  • Anhebung der Gefahrenzulage auf 1.100 €uro / Monat für:
    – den Leiter des Kampfmittelbeseitigungsdienstes den Leiter im Kampfmittelbeseitigungsdiens
    – den ständigen Vertreter des Leiters des Kampfmittelbeseitigungsdienste
    – den ständigen Vertreter des Leiters im Kampfmittelbeseitigungsdienst den Truppführer bzw. Entschärfer
  • Bundesweite Eingruppierung aller (Hilfs-)Truppführer bzw. Entschärfer in die Entgeltgruppe 9
  • Einführung einer monatlichen Entgeltgruppenzulage für Truppführer bzw. Entschärfer in Höhe von 85,- €uro
  • Anhebung der Gefahrenzulage für Munitionsfacharbeiter der Entgeltgruppen 5 und 6 auf monatlich 1.000,- €uro monatlich
  • Anhebung der Zulage für chemische Munition auf 133,33 €uro
  • Anhebung der Sonderprämie für eine Entschärfung mit außergewöhnlichem Gefahrenmoment auf 737,79 €uro
  • Anhebung der Zulage für Luftbildauswerter der Entgeltgruppe 8 und Entgeltgruppe 9 auf 113,-€uro monatlich
  • Anhebung der Gruppenunfallversicherung für den Todesfall auf 56.497,75 €uro und für den Invaliditätsfall auf 112.995,51 €uro

Die Tarifpartner haben sich auf eine Erklärungsfrist bis zum 15. Dezember 2017 geeinigt.

Bewertung:
Die Forderungen des dbb, eine einheitliche Eingruppierung des Kampfmittelräumdienstes im gesamten Gebiet des TdL (Tarifgemeinschaft deutscher Länder) zu erreichen, konnte erfüllt werden und es wurde endlich ein einheitliches Tarifniveau geschaffen. Da Hamburg bereits an der Spitze des Tarifniveaus im Bundesgebiet stand, konnten hier zwar keine Höhergruppierungsgewinne für unsere Hamburger Kollegen erzielt werden, jedoch konnten wir eine kräftige Anhebung der Zulagen um durchschnittlich 36 % erreichen.

Die bundesweit einheitliche Entgeltgruppe 9 für Truppführer bzw. Entschärfer bedeutet vor allem für die Kollegen in Mecklenburg-Vorpommern und Baden-Württemberg eine deutliche Verbesserung, da die Kollegen dort bisher nur in der Entgeltgruppe 6 eingruppiert waren.


gez. Michael Adomat

9. November 2017

 

 

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