taz: Olympia-Skepsis – Beamte spielen nicht

Geschrieben von Michael Adomat am in Pressemitteilungen des dbb hamburg

taz: 11.08.2015

SONY DSCHAMBURG taz | Mit ungewöhnlich scharfen Worten kritisiert der Deutsche Beamtenbund (DBB) Hamburg die Bewerbung der Stadt für die Olympischen Spiele 2024. „Die Behauptungen, es gäbe bei den Behörden keinen personellen Mehrbedarf, sind unwahr“, stellt der DBB-Vorsitzende Rudolf Klüver klar. „Bereits im Vorwege der Olympia-Bewerbung sind eine problematische Lösung insbesondere aus dem Bereich Stadtentwicklung und Wohnen sowie aus dem Bereich Umwelt und Energie Kolleginnen und Kollegen für Olympia tätig und stehen für ihre originären Aufgaben nicht (vollumfänglich) zur Verfügung“, moniert der Beamtenbund in einer ausführlichen Stellungnahme.

Für die Olympia-Bewerbung werde es „zweifellos“ viele zusätzliche Aufgaben für die Verwaltung geben, nicht zuletzt bei der Genehmigung der zahlreichen Neu- und Umbauten von Sportanlagen. Auch bei der Inneren Sicherheit, Feuerwehr und Justiz kämen zusätzliche Personalbedarfe hinzu, sagt Klüver und mahnt: „Das Personal fällt nicht vom Himmel, hier muss rechtzeitig mit der Ausbildung begonnen werden.“

Zudem müsse der vom Senat betriebene Abbau in Höhe von jährlich 250 Stellen beendet und der externe Einstellungsstopp aufgehoben werden, fordert die Beamtengewerkschaft und attestiert dem Senat Kleingeistigkeit: „Wer ein Milliardenprojekt wie Olympia stemmen will, muss sich davon verabschieden, kleinteilige personelle Einsparungen bis zur zweiten Stelle hinterm Komma zu betreiben.“

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