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dbb Landesfrauenvertretung hamburg

Mehr Wertschätzung für Frauen!

30. Juni 2020

Dieses Jahr ist alles anders. Corona hat die Welt im Griff und auch die Frauenvertretungen auf Landes- und Bundesebene blieben nicht verschont.

Sitzungen  der dbb Landesfrauenvertretung sowie die Hauptversammlung der Bundesfrauen-vertretung mussten abgesagt werden; der Bundesfrauenkongress konnte nicht stattfinden; Informationsaustausch von Frauenorganisationen erfolgte zeitweilig nur über die sozialen Netzwerke; diverse weitere Veranstaltungen fanden nicht statt. Selbst das eigene Privatleben stand und steht noch Kopf, nichts ist mehr so wie bisher.

Aber dieser Ausnahmezustand hat auch etwas Gutes: einmal mehr wurde vor Augen geführt wie wichtig wir Frauen sind, und nicht nur in den sozialen- und pflegenden Berufen.

Es zeigte aber auch wie zerbrechlich die Realität berufstätiger Frauen und Mütter ist.

Durch Schließung der Kitas und Schulen traf es besonders die Alleinerziehenden sowie die Mütter, denn diese mussten improvisieren, die Betreuung und das Homeschooling übernehmen und das alles auch noch mit ihrer Berufstätigkeit vereinbaren, ganz zu schweigen von den berufstätigen Pflegenden. Wurden nahe Verwandte bisher durch einen ambulanten Pflegedienst mitbetreut oder hatten einen Platz in einer Tagesbetreuung, brachen diese geregelten Abläufe wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Auch die Politik kam nicht umhin dieses zu erkennen. Leider erfolgte im Bundestag für die ausübenden Sozialarbeitenden und Pflegenden nur lauer Beifall.

Nun liegt es mit an uns - den Frauenvertretungen - unsere Forderungen aufzustellen, um das Ungleichgewicht aufzuheben und den Druck zu erhöhen, um endlich die notwendige finanzielle Aufwertung der vielfältigen sozialen Berufe monetär zu erreichen. Ebenso wichtig ist die politisch höhere Anerkennung und finanziell stärkere Honorierung der Betreuungs- und Erziehungsleistung von Familien.

Die Zeiten haben sich gewandelt, aber Frauen und Familien mit Kindern bleiben auf der Strecke.

Leider bestätigt sich weiterhin, dass die Lobby der Frauen zu gering ist. Bestes Beispiel ist die Senatsbesetzung nach der Bürgerschaftswahl hier in Hamburg: der Mindest-Frauenanteil von 30%  wurde glatt verfehlt. Eine klare rote Karte von Seiten der dbb Landesfrauenvertretung Hamburg an den Senat.

 

gez. Bärbel Graber

(Vorsitzende dbb Landesfrauenvertretung Hamburg)