Wie bereits der dbb hh Info 33/25 am 29.10.2025 zu entnehmen war, haben sich der dbb hamburg gemeinsam mit den anderen Tarifvertragsparteien und der Freien und Hansestadt Hamburg (FHH) nach langen, intensiven Verhandlungen in der Nacht zum 29.10.2025 auf einen neuen Tarifvertrag "Über die Zahlung von Zulagen für bürgernahe Dienste und eines Mobilitätszuschusses zum Deutschlandticket" geeinigt.
Aufgrund vieler Nachfragen möchte der dbb hamburg jetzt noch einen Überblick über die Bereiche geben, in denen die Zulage gezahlt wird.
Der Tarifvertrag enthält im Anhang eine Übersicht der Bereiche, bei denen die Tarifvertragsparteien davon ausgehen, dass dort „bürgernahe Dienste“ erbracht werden. Diese Bereiche erhalten die Zulage. Ausgenommen davon sind die jeweiligen Intendanzbereiche (Personal-, Haushalts-, Orga- und IT-Angelegenheiten) und Leitungskräfte ohne oder mit sehr geringem Bürgerkontakt in diesen Bereichen.
Die Aufstellung der Bereiche ist nicht abschließend und unterliegt dem Vorbehalt der noch durchzuführenden Radaktionsverhandlungen.
Bezirksämter
Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung
Behörde für Gesundheit, Soziales und Integration
Behörde für Wirtschaft, Arbeit und Innovation
Behörde für Justiz- und Verbraucherschutz
Landesbetrieb Verkehr
Behörde für Finanzen und Bezirke
Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft
Institut für Hygiene und Umwelt
Behörde für Inneres und Sport
Weitere Bereiche:
Aus Sicht des dbb hamburg vermittelt die abgestimmte Liste die Grundstruktur dafür, in welchen Bereichen und Aufgabenfeldern die Zulage gezahlt werden soll.
Aufgrund der Aufgabenkomplexität und der Größe der Freien und Hansestadt Hamburg ist der dbb hamburg der Auffassung, dass es außerhalb der jetzt benannten Bereiche noch weitere Bereiche geben wird, wo entsprechende zulagenfähige Aufgaben erledigt werden. Auch in diesen Bereichen ist die Zulage dann zu gewähren.
Die Zulage kommt dann in Betracht, wenn folgende Punkte erfüllt sind:
Nach unseren Informationen wird das Personalamt die Personalabteilungen in Kürze darüber informieren, wie das Ergebnis der Tarifeinigung in den einzelnen Dienststellen verfahrensmäßig umgesetzt werden soll. Sollten wir dazu konkrete Hinweise erhalten, so werden wir diese umgehend weitergeben.
Dazu Thomas Treff (Landesvorsitzender dbb hamburg beamtenbund und tarifunion):
„Der dbb hamburg appelliert an die Dienststellen der Freien und Hansestadt, die Tarifeinigung unbürokratisch umzusetzen, um die Ziele dieser Tarifeinigung (Ausgleich der Belastungen und Attraktivitätssteigerung bürgernaher Dienste) wirksam zu unterstützen. Eine kleinteilige Prüfung einzelner Dienstposten würde diesem Ziel nicht gerecht werden.
In der einzurichtenden Evaluierungsgruppe werden wir genau darauf schauen, wie die Tarifeinigung dann in der Praxis von den einzelnen Dienststellen umgesetzt wird,“ so Thomas Treff abschließend.
Thomas Treff
(Vorsitzender dbb-hamburg)